Handlettering – Unverzichtbar für Sketchnotes und Graphic Recording

Handlettering - Kein Firlefanz, sondern unverzichtbar für Sketchnotes und Graphic Recording

Handlettering Übung Pustekuchen und Tüdelkram

Handschrift? Ach, pille palle…

Ich gebe es zu: Früher dachte ich, dass ich vor allem das Zeichnen liebe und die Schrift das notwendige Übel sei, welches zum Graphic Recording eben dazu gehört. Dass es genügt, die Schriften und Titel larifari hinzuzufügen. Aber das hat sich mit den Jahren grundlegend geändert! Inzwischen halte ich gutes Lettering nicht mehr für Firlefanz, sondern für eine große Bereicherung für Gestaltung, vor allem beim Livezeichnen. Und wisst ihr was? Es macht sogar richtig richtig Spaß!

 

Übung macht den Lettering-Meister

 Auch in unseren Visualisierungskursen werde ich nicht müde, eine Ode an die Handschrift auszusprechen. Heutzutage schreibt man immer weniger per Hand und ich sehe mit weinendem Auge, wie diese Fähigkeit nach und nach verkümmert… Ja, ich kann verstehen, dass nicht jeder meine Begeisterung teilt, macht doch digitale Kommunikation inzwischen den Großteil unseres Geschriebenen aus. Wenn man aber mit Sketchnotes, Metaplanwänden oder anderem arbeiten möchte, halte ich ein gutes Schriftbild für unerlässlich! Und das Tolle daran: durch ein wenig Übung wird man sehr schnell besser! Man muss nicht wundervoll zeichnen können, um ein schönes Schild zu gestalten, sei es das „Willkommen beim Workshop“ oder das Tagesangebot des Cafés. Ein wenig Übung macht da ganz viel aus 🙂

Handlettering Übung Pustekuchen und Tüdelkram

Wollt ihr euer Handlettering verbessern? Dann empfehle ich, ein bisschen Spaß in die Übung zu bringen! Statt Alphabete zu üben, sucht ihr euch am besten eine Gruppe von Begriffen, die euch gefallen. Vielleicht die Namen euer Familienmitglieder oder eure Lieblingsgerichte? Ich habe mir für diese Übung ein paar in meinen Augen sehr lustige Begriffe ausgesucht, die alle im weitesten Sinne für Quatsch oder Überflüssiges stehen. Wie schön ist z.B. das Wort Papperlapapp? Und auch Tüdelkram hat es mir als Norddeutsche einfach angetan.

Also, Wortliste parat? Dann nehmt euch ein Blatt Papier, ein paar Stifte und überlegt einfach bei jedem Wort oder Namen einen anderen Lettering-Stil. Inspiration ist dabei natürlich erlaubt, googelt einfach mal Handlettering oder schaut euch die Schriften auf verschiedenen Graphic Recordings genauer an. Ich zeichne gern mit Bleistift vor, um die Mittellinien oder den Schwung der Schrift zu definieren, aber auch nur mit einem Fineliner oder Marker könnt ihr ganz viel ausprobieren und lernen. 

Viel Spaß beim Ausprobieren und denkt dran: Lettering macht richtig Spaß und kann euch nicht nur beruflich, sondern auch bei der nächsten Grußkarte von Nutzen sein. Und hinterlässt bei den Betrachtern immer schnell ein „Wooooow“. 

Handlettering Übung Pustekuchen und Tüdelkram

About Renate Wenzel

Renate Wenzel (geb.Pommerening) ist eine norddeutsche Illustratorin und Graphic Recorderin. Seit einigen gemeinsamen Projekten mit Anna Penkner im Illustrationsstudium sind die beiden quasi unzertrennlich und so gründeten sie 2014 zusammen das Studio Designdoppel, in dem sie mit Doppelpower an Illustrationen, Animationen und Livevisualisierungen tüfteln. Als echte Hamburgerin isst Renate Pommerening am liebsten Franzbrötchen - wenn auch laut ihrer Kollegin falsch herum. Mit Fischbrötchen kann sie aber weniger anfangen.