Up to Date bleiben als Graphic Recorderin
Als Graphic Recorder*in ist man ja ein echter Tausendsassa der Themen. An einem Tag begleitet man eine Urologie-Fachmesse, am nächsten begleitet man die Produktentwicklung von Süßwaren und daraufhin folgt eine Softwarearchitektur-Konferenz. Damit man alles gleichermaßen gut begleiten kann, ist eine gute Vorbereitung unerlässlich – aber auch eine gute Allgemeinbildung ist von Vorteil. Man sollte also aktuelle Themen des Zeitgeschehens im Blick haben: Konflikte, Zukunftsthemen wie KI und gesellschaftliche Veränderungen prägen und beschäftigen auch Unternehmen.
Regelmäßiges Training hilft bei der Performance
Aber nicht nur das Wissen, auch die Zeichen-Muskeln freuen sich über regelmäßiges Training. Bei echten Aufträgen hat man in der Regel wenig Zeit, verschiedene Schriften, neue Pinsel oder Gestaltungselemente auszuprobieren. Man ist im Performance-Modus und greift auf das zurück, was man fest im Repertoire und unzählige Male geübt hat.
Für einen neuen frischen Blick und auch eine gewisse Routine aufrecht zu halten, ist es sinnvoll, auch zwischen den Aufträgen hin und wieder zu trainieren. Dafür eigenen sich ganz viele Themen und Formate: Vorträge zu einem Thema, das mich interessiert, Biografien, Buchzusammenfassungen, oder eben auch: die Tagesschau. Das ist übrigens weniger einfach, als es klingt. Die Themen kommen schlag auf Schlag und die Zeit ist knapp.
Bei meiner Übung habe ich auf dem IPad gezeichnet und mir vorab ein Layout, Farbschema und einzelne Gestaltungselemente überlegt. Um die Themen optisch voneinander zu trennen und damit mehr Übersichtlichkeit zu schaffen, nutze ich die hellblauen, leicht unscharfen Boxen im Hintergrund. Außerdem nutze ich weitere wiederkehrende Elemente, wie die Orts-Pins um ein stimmiges Gesamtbild zu schaffen. Im übrigen habe ich dieselbe Übung auch schon einmal vor fast 10 Jahren gemacht und bin stolz über den -doch recht deutlich sichtbaren – Fortschritt.