Weekly Graphic Recording: Michelle Obama about Right and Wrong (US Wahlkampf 2016)

Michelle Obama Elections 2016 Right and Wrong Graphic Recording

Wie versprochen starten wir diese Woche mit unserem Weekly Graphic Recording, wöchentlichen Illustrationen im Graphic Recording Stil zu wechselnden Themen. Diese Woche haben wir uns für unsere Visualisierung ein besonderes Thema ausgesucht: die viel besprochene und viel gelobte US Wahlkampf Rede von Michelle Obama in New Hampshire am 13. Oktober 2016, vor wenigen Tagen also. Die First Lady hielt keine typische Wahlkampfrede für Hillary Clinton, sondern beschäftigte sich vielmehr mit den frauenfeindlichen Bemerkungen des Präsidentschaftskandidaten Donald Trump. Diese dürfen nicht als bedauerliche Entgleisung, einfach als weitere Schlagzeile verstanden, sondern müssen ernst genommen werden! Es gehe nicht um Politik. Es gehe um grundlegenden menschlichen Anstand. Es gehe um Richtig und Falsch („it’s about right and wrong“). Als überparteiliche moralische Instanz wird Michelle Obama sowohl von Demokraten als auch von Republikanern zugehört. Sie berichtet vom rauhen Klima im US Wahlkampf und welchen enormen Kontrast sie erlebte, nachdem sie vom International Girl’s Day inspiriert heimkehrte und plötzlich von Trumps Aussagen in die politische Realtität zurückgeholt wurde.

Unser Graphic Recording lässt die konkreteren Aspekte zum US Wahlkampf der leidenschaftlichen Rede von Michelle beiseite und widmet sich den für uns interessanteren Themen und Fragestellungen: Woran wird eine Gesellschaft gemessen? Daran, wie sie Frauen und Mädchen behandelt. Donald Trumps Politik drehe sich nur um die Macht des Stärkeren. Er glaube, mit Frauen machen zu dürfen, was immer er möchte. Er tue frauenfeindliche Zitate als „Locker room talk“ ab, der offensichtlich akzeptiert werden müsse. Und wo kommen wir hin, wenn die amerikanischen Vorbilder so denken, sprechen und handeln? Frauen fühlen sich angegriffen, anständige Männer beleidigt, Mädchen verängstigt und entwertet, Jungen in ihren Rollenbildern beeinflusst.

Das digitale Graphic Recording ist natürlich nicht live entstanden, sondern im Nachhinein auf Basis der verfügbaren Aufnahmen von uns illustriert worden. Anders als beim Livezeichnen kann man hierbei noch mehr ins Detail gehen und das Gehörte mit größerer Präzision filtern.