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Weekly Graphic Recording #31: Methode 635

Methode 635 Illustration Designdoppel Graphic Recording

In dieser Woche geht es im Weekly Graphic Recording um die Methode 635. Dabei handelt es sich um eine beliebte Kreativitätstechnik, mit Hilfe derer die Teilnehmer eines Workshops oder Meetings schnell und unklompliziert eine Vielzahl an Ideen entwickeln sollen. Der Ablauf der Methode 635 ist kurz in meinem Graphic Recording angerissen: sechs Teilnehmer entwerfen drei Ideen, die dann in fünf zeitlich festgelegten Runden an die anderen Teilnehmer weitergereicht werden, die sich diese Ideen anschauen, und darauf aufbauend eigene Ideen entwerfen oder die vorgegebenen Ideen weiterentwickeln. Häufig hat es sich bewährt, nicht in allen Runden die gleiche Zeitspanne zur Verfügung zu stellen, sondern die späteren Runden etwas länger zu gestalten. Schließlich benötigen die Teilnehmer auch Zeit, die Ideen der Vorgänger zu lesen und sich Gedanken darüber zu machen. So werden in kürzester Zeit ganze 108 Ideen generiert, die im Anschluss gesichtet, diskutiert und ausgewertet werden können. Die Methode 635 wurde schon 1969 vom Unternehmensberater Bernd Rohrbach entwickelt. Bei der Durchführung sind die Regeln des Brainwriting zu beachten. Besonders wichtig ist hierbei, dass Ideen zunächst nicht kritisiert werden dürfen. Es geht um eine schnelle, unmittelbare Generierung von möglichst vielen, gerne auch ungewöhnlichen Ideen. Erst im Nachgang sollen die Ideen auf Herz und Nieren geprüft und gegebenenfalls modifiziert oder wieder verworfen werden. Für die Durchführung der Methode 635 gibt es eine Vielzahl an vorgefertigten Templates und der Ablauf leuchtet jedem sofort ein. Daher eignet sie sich besonders als Kreativitätstechnik und Problemlösungsverfahren für Probleme geringer bis mittlerer Komplexität, bei denen eine rasche, unkomplizierte Herangehensweise von Nöten ist. Allerdings werden auch viele Ideen entstehen, die sich sehr ähneln – im ungünstigsten Fall erhält man am Ende sogar nur drei. Natürlich kann die Methode 635 aber immer nur eines von vielen Werkzeugen bei der Problemlösung sein.

In meinem Graphic Recording habe ich ein eher plakatives Motiv gewählt, das erklärt, woher die Methode 635 ihren Namen hat, und damit zugleich, wie sie funktioniert. Bei der Umsetzung habe ich mich dieses Mal wieder auf unsere typischen Designdoppel-Farben orange, weiß und schwarz beschränkt. Es handelt sich um ein digitales Graphic Recording, das in Photoshop entstanden ist.

– von Anna –

Weekly Graphic Recording #29: The Future we’re Building …and Boring | Elon Musk

Elon Musk The Future we're building and boring Graphic Recording Illustration

In diesem Graphic Recording geht es um einen interessanten TED-Talk mit Elon Musk, dem bekannten Unternehmer und Investor, der unter anderem Firmen wie Tesla, Paypal und SpaceX mitgegründet oder in sie investiert hat. Im Vortrag entwirft er eine spannende Zukunftsvision in der einige Probleme unserer Zeit gelöst sind. Der unersättliche Energiebedarf wird durch hundert seiner großen Gigafactories gedeckt, die ausschließlich Solarenergie nutzen. Die Zukunftsidee der fliegenden Autos ist für Musk passé – zu groß wäre die Lärmbelästigung, ganz zu schweigen von dem unheimlichen Gefühl, dass über einem ständig Vehikel umherfliegen. Er sieht die Straßen der Zukunft dagegen unter der Erde. Über eine Art Aufzug können Autos an dafür vorgesehenen Eintrittsbereichen nach unten und dort durch ein dreidimensionales Tunnelnetz fahren. Durch das Verlagern der Straßen auf mehrere Ebenen wären Staus kein Problem mehr und nebenbei könnte man die Lärmbelästigung durch den Verkehr minimieren. Fast schon Realität sind die selbstfahrenden Autos, Teslas Steckenpferd. Ende diesen Jahres, schätzt Musk, wird zum ersten Mal ein selbstfahrendes Auto einmal queer durch Nordamerika fahren, von New York nach Los Angeles.

Gegen Ende des Talks spricht Musk dann noch einmal über seine Liebe zur Raumfahrt. Die Zukunft liegt in den Sternen, wortwörtlich. Wir werden Megacities auf dem Mars bauen mit 100 Millionen Einwohnern. Und um dort hin zu kommen, können wir die wiederverwendbaren Raketen von SpaceX verwenden. Erst zu Beginn diesen Jahres, hat die Firma diesen Meilenstern erreicht, erstmals in der Geschichte der Raumfahrt eine wiederverwendbare Antriebsrakete ins All zu schicken.

In meinem Graphic Recording habe ich versucht, die Kernthemen des Vortrags einzufangen und grafisch festzuhalten. Besonders Spaß gemacht hat mir dabei das visionäre und hoffnungsvolle Zukunftsthema und die vielen interessanten Themen, die aufgegriffen werden. Nun werden wir sehen, ob die Zukunft wirklich so aussieht, wie Elon Musk sie uns vorzeichnet, oder vielleicht doch ganz anders…

 

– von Anna –

Zum Vortrag

 

Weekly Graphic Recording #24: How to get better at the things you care about

Graphic Recording digital How to get better at the things you care about

Diese Woche habe ich ein Graphic Recoding zum Thema: „How to get better at the things you care about“ gezeichnet. Der Vortragende geht der Frage nach, warum wir in manchen Bereichen, in die wir sehr viel Zeit und Arbeit stecken, keine nennenswerten Fortschritte erzielen. Er erklärt dies mit zwei Zonen, der „Learning Zone“ und der „Performance Zone“. Viel zu oft stagnieren wir in der Performance Zone und wagen es nicht mehr, auch mal zu experimentieren und Fehler zu machen. Besser wäre es dann, sich wann immer möglich, in die Learning Zone zu begeben und gezielt die Bereiche zu trainieren, in denen wir noch Defizite aufweisen.

In meinem Graphic Recording habe ich mich für ein Insel-Thema entschieden um die beiden Zonen zu symbolisieren. Das Thema konnte in dann in vielen Einzelmotiven wieder aufgreifen, wie etwa der Hängematte zwischen Palmen, den Brücken zwischen den Inseln, die es ab und zu zu überqueren gilt oder auch dem Schwimmer, der keine Haiangriffe zu befürchten braucht. Anders als viele unserer Graphic Recordings habe ich dieses Mal auf leuchtende Signalfarben verzichtet und ein harmonisches Farbschema in gedeckten Farben ausgesucht.

– von Anna –

 

Zum TED-Talk

Frohe Ostern mit dem Weekly Graphic Recording #23

Graphic Recording digital Ostern Osterhase

In diesem Graphic Recording geht es – passend zur Jahreszeit – um die Herkunft des Osterhasen. Insbesondere in westlichen Ländern verbinden wir das Osterfest mit einem Hasen, der den Kindern die Ostereier bringt. In Thüringen brachte einst der Storch die Eier, in Böhmen war es der Hahn, in der Schweiz der Kuckuck und in Westfalen gar der Fuchs – doch durchgesetzt hat sich schließlich der Osterhase. Dabei geht dieser Brauchtum bis mindestens ins Mittelalter zurück. Seine eigentliche Herkunft bleibt dabei ungeklärt, obwohl sich viele Theorien und Mythen um den Osterhasen ranken – siehe Graphic Recording.

– von Anna –