Unterhaltsames

Weekly Graphic Recording #39: The Art of Snails and Snails in Art

The Art of Snails and Snails in Art

 

Diese Woche gibt es ein etwas ungewöhnlicheres Thema: Schnecken! In seinem Vortrag geht der Malakologe (Weichtierforscher) Steve Jones vielen Fragen über die unbeliebten Kriechtiere auf den Grund. Warum sind Schnecken häufig Thema in der Kunst? Gerade in der mittelalterlichen Malerei findet man unzählige Darstellungen von Menschen, die gegen Schnecken kämpfen. Aber auch in der Architektur oder sogar ganz modernen Gemälden trifft man auf das Thema Schnecke. Oft wurden sie als Symbole für Sex, Tod, das Altern oder sogar Jungfräulichkeit und Reinheit gelesen. Auch in der Genetik sind Schnecken durchaus interessante Forschungsobjekte. Mit Hilfe ihrer großen Varianz in Farbe, Muster und Form, versucht man herauszufinden, warum sich welche genetischen Merkmale weitervererben. Dabei stellt man fest, dass die Außentemperatur großen Einfluss auf die Farbe ihrer Schneckenhäuser hat. Schnecken haben zudem ein ungewöhnliches Sexualverhalten. Als Hermaphroditen kann jede Schnecke prinzipiell den männlichen oder weiblichen Part einnehmen. In der Praxis möchte jede Schnecke aber lieber sich fortpflanzen ohne allzu viel Energie zu investieren – und damit also Männchen sein. Und das versuchen sie mit allerhand Tricks zu erreichen. Das Injizieren von Fruchtbarkeitshormonen in den Sexualpartner und wenn das nicht ausreicht, wird kurzerhand der Partner kastriert. Geradezu skrupellos, diese Schnecken. Und ziemlich interessante Kreaturen, finde ich, zumindest nachdem ich diesen Vortrag gesehen und mitgezeichnet habe.

– von Anna –

Hier findet ihr den Vortrag:

Weekly Graphic Recording #36: How to Find a Wonderful Idea

Graphic Recording digital idea illustration TED OK Go Sketchnote

Diese Woche habe ich mich für mein digitales Graphic Recording mit Kreativtechniken beschäftigt und wie so häufig einen interessanten Vortrag auf TED gefunden. In diesem Vortrag spricht diesmal kein typischer Redner, sondern die Musikband OK Go zum Publikum. Warum? Die amerikanische Rockband OK Go wurde vor allem durch ihre kreativen Musikvideos bekannt, in denen die Bandmitglieder zum Beispiel bei Schwerelosigkeit mit bunten Bällen in einem Raum herumspringen, auf Laufbändern choreografierte Tänze in Plansequenzen zeigen oder mit komplexen Abfolgen von Rube-Goldberg-Maschinen (ebenfalls als One-Shot) arbeiten. Die Musikvideos von OK Go haben immer wieder neue, kreative Ideen und ruhen sich nicht auf bekannten Mustern aus. Die Band wird oft gefragt, wie sie auf diese Ideen kommen und kommentieren dazu gerne, dass sie gar nicht über die Ideen nachgedacht hätten, sie hätten sie einfach gefunden. In ihrem Vortrag, den ich hier illustriert habe, erklären sie es wie folgt: Der gewöhnliche Prozess der Ideenfindung läuft in der Regel so ab, dass man eine Idee hat und dazu einen Plan entwickelt. Dann doppelcheckt man die Idee, ändert den Plan und geht so ein paar Mal hin und her. Erst der ausführlich ausgearbeitete, sichere Plan wird dann umgesetzt, ohne aber jemals den einzelnen Ideen spielerisch begegnet zu sein. Man sollte sich nicht nur auf die sicheren Ideen und Pläne verlassen, sondern frei und offen experimentieren, Quatsch und Chaos unbedingt zulassen. Dann stößt man in den meisten Fällen auf überraschende UND überraschend vertrauenswürdige Ideen! Das können auch wir vom Designdoppel übrigens nur empfehlen!

– von Renate –

Hier geht’s zum TED-Video von OK Go 

Weekly Graphic Recording #27: The Art of Storytelling

Weekly Graphic Recording Art of Storytelling

Diese Woche gibt es ein Graphic Recording zum Thema Storytelling. Ich habe mir das Thema ausgesucht, weil ich einen Vortrag über Storytelling von einem Pixar-Künstler gesehen habe. Das Thema interessiert mich, weil es vielfältige Anwendungsmöglichkeiten bietet. Neben der offensichtlichsten, den narrativen Medien wie Literatur, Film und Theater, ist gutes Storytelling auch im Beruf nützlich. Mit der Fähigkeit, mitreissende Geschichten zu erzählen, den Betrachter mitfühlen zu lassen und in den Bann zu ziehen, kann man neue Ideen pitchen, Auftraggeber überzeugen oder eine gemeinsame Gesprächsbasis schaffen. Auch beim Erstellen unserer Graphic Recordings spielt Storytelling sicherlich eine große Rolle. Mit Bildern erzählt man Geschichten – und braucht dann gar nicht mehr allzu viele Worte. Inhalte, die in emotionale Geschichten verpackt sind, bleiben länger haften und diesen Effekt kann man durch visuelle Unterstützung weiter stärken.

In diesem Bild habe ich einige Tipps und Beispiele aus der Erinnerung an den Vortrag und anderen Quellen zusammengetragen und in einem Graphic Recording zusammengefasst.

– von Anna –

Frohe Ostern mit dem Weekly Graphic Recording #23

Graphic Recording digital Ostern Osterhase

In diesem Graphic Recording geht es – passend zur Jahreszeit – um die Herkunft des Osterhasen. Insbesondere in westlichen Ländern verbinden wir das Osterfest mit einem Hasen, der den Kindern die Ostereier bringt. In Thüringen brachte einst der Storch die Eier, in Böhmen war es der Hahn, in der Schweiz der Kuckuck und in Westfalen gar der Fuchs – doch durchgesetzt hat sich schließlich der Osterhase. Dabei geht dieser Brauchtum bis mindestens ins Mittelalter zurück. Seine eigentliche Herkunft bleibt dabei ungeklärt, obwohl sich viele Theorien und Mythen um den Osterhasen ranken – siehe Graphic Recording.

– von Anna –

 

Weekly Graphic Recording #22: Particularities of Tango Argentino

particularities of tango argentino dance designdoppel graphic recording

Vielleicht erinnert ihr euch – Vor etwa einem Monat habe ich bereits ein Graphic Recording bzw. eine Infografik zum Thema Tango Argentino erstellt und möchte diese kleine Illustrationsserie hiermit fortsetzen. Mich fasziniert dieser Tanz weiterhin sehr, daher habe ich in der heutigen Grafik ein paar Besonderheiten des argentinischen Tangos visualisiert. Natürlich sind nicht all diese Details einzigartig im Tango, doch in ihrer Kombination charakteristisch. Spannend ist zum Beispiel der „Cabeceo“, die klassische Aufforderungsmethode im Tango. Dabei lassen derzeit wartende oder pausierende Tänzer ihre Blicke durch den Tanzsaal schweifen und versuchen die Person anzuschauen, mit der sie gern als nächstes tanzen möchten. Treffen sich die Blicke, macht klassischerweise der Herr durch eine dezente Nickbewegung mit dem Kopf eine Tanzaufforderung. Die Dame kann annehmen, indem sie den Blick erwidert und dezent nickt – oder ablehnen, indem sie ihren Blick abwendet und so tut, als hätte sie die Aufforderung nicht wahrgenommen. Auf diese Art und Weise können Tanzpartner eine Aufforderung ausschlagen, ohne den jeweils anderen durch offensichtliche Zurückweisung bloßzustellen oder zu verletzen. Denn der Cabezeo ist meist für Nichtbeteiligte kaum wahrnehmbar. Und wusstet ihr, dass der argentinische Tango 2009 zum Immateriellen Kulturerbe der UNESCO erklärt wurde? Ich bin begeistert.

-von Renate-

Weekly Graphic Recording #18: The History of Tango Argentino

history of tango argentino designdoppel graphic recording

Das heutige Graphic Recording entspringt meiner aktuellen Leidenschaft, dem Tango Argentino. Seit gut einem Jahr tanze ich diesen wundervollen Tanz und möchte nicht behaupten, bereits besonders gut zu sein oder besonders viel darüber zu wissen. Aber ich weiß, dass ich das Tanzen und Lernen wahnsinnig liebe und sehr froh bin, dies und all die wundervollen Tanzmenschen in meinem Leben zu haben. Langer Rede kurzer Sinn – daher habe ich mich also heute für unser Graphic Recording mit der Entwicklungsgeschichte dieses südamerikanischen Tanzes beschäftigt und versucht, die wichtigsten Punkte illustrativ zusammenzufassen. Gern möchte ich in naher Zukunft auch noch die Besonderheiten des Tango Argentino visualisieren – welche Möglichkeiten er bietet und was ihn überhaupt auszeichnet. Aber dazu ein anderes Mal mehr!

– von Renate –

Weekly Graphic Recording #17: Quick Tips Vol.1

Quick tips designdoppel graphic recording

Der Alltag bietet so viele schöne Seiten, doch hin und wieder stoßen wir auch auf kleine Tücken und Probleme, die uns stören und deren Lösung uns wertvolle Zeit kostet. Wie toll ist es also, dass wir in Zeiten des Internets aus einem riesigen Erfahrungspool anderer Menschen schöpfen können, die zur gleichen Problemstellung womöglich schon längst eine praktische Lösung gefunden haben. Auf Graphic Recording Digital wird es ab jetzt immer mal wieder eine kleine Zusammenstellung zu Quick Tips (auch als Life Hacks bekannt) geben, die kleine Aufgaben des Lebens erleichtern – sei es, die krümelige Tastatur schnell mit einem Post-it zu reinigen oder einen Ohrwurm loszuwerden.

Weekly Graphic Recording #14: Unnütze Fakten Volume 1

Dieses Mal gibt es beim Weekly Graphic Recording ein nicht ganz so ernst zu nehmendes Thema: Unnützes Wissen. Unnütze Fakten sollen vor allem überraschen und unterhalten. Viel kurioses, unbegreifliches, merkwürdiges und verblüffendes, vor allem aber unnützes Wissen haben wir aus der Informationsflut im Internet herausgefischt und in eine kleine Illustration verpackt. Ob nationale oder internationale Politik, die faszinierende Tierwelt, spannende Ereignisse oder schnöder Alltag, aus jeder Kategorie gibt es zahlreiche Leckerbissen für Fans des unnützen Wissens. Übrigens sind die kleinen witzigen Fakten auch ganz praktisch für Small Talk auf der nächsten Feier.

In meinem Graphic Recording habe ich mir gezielt unnütze Fakten herausgesucht, die ich besonders spannend oder witzig fand, oder auch einfach Fakten, bei denen mir ganz automatisch Motive eingefallen sind, weil sie geradezu danach schreien, illustriert zu werden. Ob Bananen-Präsident, eine fliegende Kuh oder der winzige Krakenmann mit seiner Riesenfreundin – Spaß gemacht haben die Motive alle. Als Graphic Recorder sind wir gut darin trainiert, spontan und unmittelbar, quasi „auf Knopfdruck“ Motive zu allen möglichen Themen zu entwickeln. Wir füttern diese Art von grafischem Denken ja immer wieder auf Veranstaltungen und natürlich auch bei unseren Weekly Graphic Recordings mit neuem Input. So hat sich über die Zeit ein kleines Bilderlexikon im Kopf entwickelt, auf das wir immer wieder zugreifen. Auch wenn das Graphic Recording zu den unnützen Fakten eher eine Spielerei ist, so trainieren wir damit doch unsere inneren Motivbibliotheken. Und nebenbei macht es natürlich auch einfach Spaß zu zeichnen – und hoffentlich auch zu betrachten!

Und da es mir so viel Spaß gemacht hat, die kleinen, witzigen Fakten zusammenzutragen und zu zeichnen – und es mir schon ein wenig schwer gefallen ist, mich auf nur sechs Fakten zu beschränken – habe ich mir fest vorgenommen, dass dies nicht das letzte Graphic Recording zu diesem Thema bleiben soll. Viel Vergnügen also beim Betrachten von Volume 1 der unnützen Fakten. Weitere Graphic Recordings dazu werden bei Gelegenheit folgen.

Weekly Graphic Recording #11: „Das wird ein Kinderschlecken“ (illustrierte Redewendungen)

Weekly Graphic Recording Sprichworte Redewendungen Kinderschleck

„Das wird ein Kinderschlecken“ – diesen Satz hörte ich tatsächlich einmal von einem Mitschüler in der Oberstufe und notierte ihn sofort für die Sprüchesammlung in unserem Abibuch. Das Abibuch wurde zwar leider niemals gedruckt, aber der Satz blieb mir dennoch im Kopf. Oft verwenden wir Redewendungen beiläufig, ohne ihren Wortlaut zu hinterfragen. Sie sind eben einfach Teil unserer täglichen Ausdrucksmöglichkeiten und bereichern unseren Sprachfluss. Da kann es auch schon einmal vorkommen, dass Redewendungen oder Sprichwörter mit ähnlicher Bedeutung durcheinander gebracht werden, so wie es meinem Mitschüler mit einer Kombination aus „Kinderspiel“ und „Zuckerschlecken“ passiert war.

Geht man ins Ausland oder spricht man auch hier im Lande andere Sprachen, fällt einem schnell auf, dass man diese Redewendungen allerdings nicht einfach wörtlich übersetzen kann, sondern dass jede Sprache ihre eigene idiomatische Ausdrucksweise entwickelt hat. Heute habe ich mich deshalb einmal spielerisch mit Redewendungen im Deutschen und Englischen beschäftigt, die sich alle darum drehen, ob etwas leicht oder schwierig ist.