Weekly Graphic Recording

Weekly Graphic Recording #15: How to Gain Control of Your Free Time

Weekly Graphic Recording TED talk Free time Laura Vanderkam

Das Graphic Recording visualisiert die Kernaussagen eines TED-Talks von Laura Vanderkam. In diesem kurzen Vortrag geht es im Grunde um ein Paradoxon: Viele Menschen sagen regelmäßig, dass sie „keine Zeit haben“ und meinen das auch wirklich so. Doch wenn Not am Mann ist (in ihrem Beispiel ein Wasserrohrbruch), schafft es fast jeder, die nötigen Stunden aufzubringen. Es geht also eigentlich nicht wirklich um die Zeit selbst, sondern um die Gewichtung von Prioritäten. Mit der richtigen Vorgehensweise, so Laura Vanderkam, könnten wir unsere Prioritäten für uns Selbst, unsere Beziehungen und unsere Karrieren besser im Vorfeld in unsere Zeitpläne integrieren und somit Zeit für die Dinge finden, die für uns wirklich wichtig sind.

Hier geht’s zum TED-Talk von Laura Vanderkam

Weekly Graphic Recording #14: Unnütze Fakten Volume 1

Dieses Mal gibt es beim Weekly Graphic Recording ein nicht ganz so ernst zu nehmendes Thema: Unnützes Wissen. Unnütze Fakten sollen vor allem überraschen und unterhalten. Viel kurioses, unbegreifliches, merkwürdiges und verblüffendes, vor allem aber unnützes Wissen haben wir aus der Informationsflut im Internet herausgefischt und in eine kleine Illustration verpackt. Ob nationale oder internationale Politik, die faszinierende Tierwelt, spannende Ereignisse oder schnöder Alltag, aus jeder Kategorie gibt es zahlreiche Leckerbissen für Fans des unnützen Wissens. Übrigens sind die kleinen witzigen Fakten auch ganz praktisch für Small Talk auf der nächsten Feier.

In meinem Graphic Recording habe ich mir gezielt unnütze Fakten herausgesucht, die ich besonders spannend oder witzig fand, oder auch einfach Fakten, bei denen mir ganz automatisch Motive eingefallen sind, weil sie geradezu danach schreien, illustriert zu werden. Ob Bananen-Präsident, eine fliegende Kuh oder der winzige Krakenmann mit seiner Riesenfreundin – Spaß gemacht haben die Motive alle. Als Graphic Recorder sind wir gut darin trainiert, spontan und unmittelbar, quasi „auf Knopfdruck“ Motive zu allen möglichen Themen zu entwickeln. Wir füttern diese Art von grafischem Denken ja immer wieder auf Veranstaltungen und natürlich auch bei unseren Weekly Graphic Recordings mit neuem Input. So hat sich über die Zeit ein kleines Bilderlexikon im Kopf entwickelt, auf das wir immer wieder zugreifen. Auch wenn das Graphic Recording zu den unnützen Fakten eher eine Spielerei ist, so trainieren wir damit doch unsere inneren Motivbibliotheken. Und nebenbei macht es natürlich auch einfach Spaß zu zeichnen – und hoffentlich auch zu betrachten!

Und da es mir so viel Spaß gemacht hat, die kleinen, witzigen Fakten zusammenzutragen und zu zeichnen – und es mir schon ein wenig schwer gefallen ist, mich auf nur sechs Fakten zu beschränken – habe ich mir fest vorgenommen, dass dies nicht das letzte Graphic Recording zu diesem Thema bleiben soll. Viel Vergnügen also beim Betrachten von Volume 1 der unnützen Fakten. Weitere Graphic Recordings dazu werden bei Gelegenheit folgen.

Weekly Graphic Recording #13: Climate Change – the Greenhouse Effect

Graphic Recording digital Climate Change Greenhouse Effect

Der Treibhauseffekt als Graphic Recording

Diese Woche geht es im Weekly Graphic Recording um das Thema Klimawandel und den Treibhauseffekt. Auch wenn nicht alle Mächtigen dieser Welt es wahrhaben wollen: 97% der Klimaforscher sind sich einig, dass eine globale Erwärmung stattfindet und dass diese menschengemacht ist. Das Graphic Recording erklärt kurz und knackig, warum der Treibhauseffekt eigentlich gar kein Treibhauseffekt ist und warum ein Schmelzen der polaren Eiskappen zu einer weiteren Erwärmung der Erde beiträgt. Sicherlich gibt es rund um das Thema noch eine Menge weiterer interessanter Fakten, doch wie sagt man so schön: In der Kürze liegt die Würze.

 

Weekly Graphic Recording #12: Prions – the serial killers that attack the brain

Graphic Recording digital Prions Serial Killers that attack Brain

Dieses Weekly Graphic Recording habe ich anlässlich eines Themas gezeichnet, bei dem ich dachte, es wäre längst ein alter Hut, das nun aber wieder in den Nachrichten ist: BSE und die menschliche Form der Krankheit vCJD. Lange glaubte man, bei Menschen mit einer bestimmten genetischen Ausstattung würde die Erkrankung nie ausbrechen. Darin hat man sich getäuscht. Die Inkubationszeit ist bei diesen Menschen nur sehr viel länger, nämlich an die 20-30 Jahre. Daher befürchtet man nun eine zweite Erkrankungswelle der Menschen, die sich in den Achzigern und Neunzigern mit dem tödlichen Prion infiziert hatten.

Dieses Graphic Recording zeigt wie gewohnt kompakt und unterhaltsam, was die „Serienmörder“ Prionen ausmacht, wie sie wirken und welche Krankheiten sie noch auslösen können.

 

Weekly Graphic Recording #11: „Das wird ein Kinderschlecken“ (illustrierte Redewendungen)

Weekly Graphic Recording Sprichworte Redewendungen Kinderschleck

„Das wird ein Kinderschlecken“ – diesen Satz hörte ich tatsächlich einmal von einem Mitschüler in der Oberstufe und notierte ihn sofort für die Sprüchesammlung in unserem Abibuch. Das Abibuch wurde zwar leider niemals gedruckt, aber der Satz blieb mir dennoch im Kopf. Oft verwenden wir Redewendungen beiläufig, ohne ihren Wortlaut zu hinterfragen. Sie sind eben einfach Teil unserer täglichen Ausdrucksmöglichkeiten und bereichern unseren Sprachfluss. Da kann es auch schon einmal vorkommen, dass Redewendungen oder Sprichwörter mit ähnlicher Bedeutung durcheinander gebracht werden, so wie es meinem Mitschüler mit einer Kombination aus „Kinderspiel“ und „Zuckerschlecken“ passiert war.

Geht man ins Ausland oder spricht man auch hier im Lande andere Sprachen, fällt einem schnell auf, dass man diese Redewendungen allerdings nicht einfach wörtlich übersetzen kann, sondern dass jede Sprache ihre eigene idiomatische Ausdrucksweise entwickelt hat. Heute habe ich mich deshalb einmal spielerisch mit Redewendungen im Deutschen und Englischen beschäftigt, die sich alle darum drehen, ob etwas leicht oder schwierig ist.

 

Weekly Graphic Recording #10: Komplexe Welt – Ratlose Menschen

Graphic Recording Precht Kluge

Dieses Weekly Graphic Recording entstand zu einer ZDF-Sendung „Komplexe Welt – Überforderte Menschen“. Der durch den Bestseller „Wer bin ich – und wenn ja, wie viele?“ bekannt gewordene Philosoph Richard David Precht leitet das Gespräch mit dem Schriftsteller Alexander Kluge. Im Zeitalter der Globalisierung stehen wir einer Welt gegenüber, die sich immer schneller dreht. Klar, dass da viele neue Fragen und Probleme entstehen und diskutiert werden müssen. Vertraute Werte scheinen überholt. Das Neue, Fremde macht Angst. Das Internet schafft eine immer größer werdende Öffentlichkeit und Transparenz, verbindet Menschen über große Distanzen hinweg – und  gleichzeitig wird es zur Abschottung, zum Schüren von Hass, Angst und Feindseligkeit, zur Verbreitung von „Fake News“ gebraucht, die die Gesellschaft unterwandert und Öffentlichkeit zerstört. Ein spannendes Thema, das durch die Backgrounds Prechts und Kluges auf interessante Weise mit Rückgriffen auf Geschichte, Philosophie und Erzählung aufgearbeitet wird.

Und hier geht’s zum ZDF-Vortrag

Weekly Graphic Recording #9: Are you a Giver or Taker?

Weekly Graphic Recording TED talk Adam Grant Giver or Taker

Ein frohes neues Jahr wünschen wir und starten auch gleich mit dem nächsten wöchentlichen digitalen Graphic Recording! Dieses Mal haben wir uns wieder einen spannenden TED-talk herausgesucht, in welchem der Vortragende Adam Grant sich mit der Frage beschäftigt, was eigentlich Nehmer (Takers) und Geber (Givers) unterscheidet und wie man sie aufspürt. Tatsächlich sind die Geber meist sowohl die erfolgreichsten als auch die erfolglosesten Mitglieder jeder Organisation und jedes Unternehmens – warum ist das so und wie kann man dem entgegensteuern? Für einen Überblick der Kernaussagen hilft unser Graphic Recording, natürlich ist aber auch der Vortrag selbst höchst spannend.

Hier geht’s zum TED-Talk!

Illustrierter Jahresrückblick 2016 als digitales Graphic Recording

Illustrierter Jahresrückblick 2016 Roadtrip Illustration

Jahresrückblick 2016 – Das bewegte die Welt

Schon wieder geht ein Jahr zu Ende. Und auch wenn wir nun alle bereits an guten Vorsätze fürs neue Jahr 2017 sowie unsere Silvestervorbereitungen denken, möchten wir vom Designdoppel die Zeit nutzen, um mit einem illustrierten Jahresrückblick zurückzuschauen. Leider prägten das Jahr 2016 vor allem traurige, dramatische und politisch heikle Ereignisse. Natürlich geschahen auch schöne Dinge auf dieser Welt, doch da diese den internationalen Medien oft weniger wichtig erscheinen und zumeist im anderen, kleineren oder persönlicheren Rahmen wahrgenommen werden, kommen die schlimmen Ereignisse in jedem Jahresrückblick dementsprechend mehr zum Tragen. Wir beginnen das Jahr direkt mit der Nacht zum 1. Januar in Köln, wo sexuelle Übergriffe in nie dagewesener Form die Menschen erschreckten und leider mitunter auch dafür sorgten, dass rechtspopulistische Parteien an Auftrieb gewannen. Zudem mussten wir uns im Laufe des Jahres 2016 von vielen prominenten Persönlichkeiten wie David Bowie, Guido Westerwelle, Prince und George Michael verabschieden, von denen viele zu jung und unerwartet starben. „Das Jahr, in dem die Musik starb“, titelt die Süddeutsche Zeitung.

Der Jahresrückblick listet leider auch einige Terrorangriffe und Attentate, die vor allem die europäische Landschaft veränderten. Brüssel, Nizza und Berlin, aber auch Bagdad, Istanbul und Orlando wurden erschüttert. Und auch politisch gibt es drastische Entwicklungen – der Rechtspopulismus wird gesellschaftsfähig, Großbritannien entscheidet mit knapper Mehrheit, sich von der EU zu trennen und zu aller Überraschung gewinnt Donald Trump die US-Wahl gegen Hillary Clinton und spaltet die amerikanische Gesellschaft.

Desweiteren erinnern wir uns im Jahresrückblick an Jan Böhmermanns Schmähgedicht gegen Präsident Erdogan, an sportliche Ereignisse wie die Europameisterschaft und die olympischen Sommerspiele, an die Fertigstellung der Elbphilharmonie in Hamburg, den sogenannten Supermoon im November und einen Nobelpreis für Bob Dylan.

 

Digitales Graphic Recording als Stilmittel für Übersicht und Verständnis

Es gibt viele Jahresrückblicke, fast jede Zeitung und jeder Fernsehsender bietet diese Form der Rückbesinnung und ZUsammenfassung an. Wir haben mit unserer Illustration versucht, das Jahr visuell begreifbar zu machen, eine chronische, illustrierte Übersicht zu schaffen, für die man sich nicht durch lange Artikel oder Videos arbeiten muss, um das Jahr 2016 zu erfassen. Natürlich ist diese Illustration nicht live entstanden wie klassische Graphic Recordings, sondern in längerer Vorbereitung und bedient sich lediglich des Stilmittels. Für uns selbst war es sehr spannend, das Jahr grafisch zu rekapitulieren und hoffen, es geht den Betrachtern genauso.

Und so dramatisch und erschreckend vieles auch erscheint, wir bleiben positiv und wünschen allen einen guten Rutsch in ein neues Jahr, das für jeden persönlich hoffentlich genau das mitbringt, was er sich wünscht!

Weekly Graphic Recording #7: How the brain takes care of itself

Graphic Recording Brain care

 

Das aktuelle Weekly Graphic Recording ist die Visualisierung einer spannenden Vortragsreihe auf dem Wissensportal TED, in dem es um die einzigartigen Fähigkeiten unseres menschlichen Gehirnes geht. Sandrine Thuret erklärt uns, was Neurogenesis bedeutet und dass wir auch als Erwachsene neue Nervenzellen wachsen lassen können. Gehirnchirurgin Jocelyne Bloch beschäftigt sich mit der Frage, wie reparabel Gehirne sind und ist bei Versuchen auf eine neue Form von Stammzellen gestoßen, die womöglich schon bald eingesetzt werden können, um dem gehirn zu helfen, sich selbst zu regenerieren. Der dritte Redner, Michael Merzenich, berichtet von der unglaublichen Plastizität unseres Gehirnes, die auch im Alter erhalten bleibt. Die im digitalen Graphic Recording illustrierte Vortragsreihe wird geschlossen von Jeff Iliff. Er fand heraus, wie wichtig Schlaf für die Regeneration unserer mentalen Fähigkeiten ist – denn während wir schlafen, arbeitet das Gehirn auf Hochtouren und räumt auf.

 

Zur TED-Playlist „How the brain takes care of itself“