Weekly Graphic Recording

Weekly Graphic Recording #28: Der deutsche Wohlstandsindex

NAWI-D Nationaler Wohlstandsindex Deutschland Graphic Recording

Heute habe ich mich für das wöchentliche Graphic Recording mit einer aktuellen Studie auseinandergesetzt:  NAWI-D, der vom Markt- und Sozialforschungsinstitut Ipsos in Zusammenarbeit mit dem Zukunftsforscher Horst W. Opaschowski seit fünf Jahren regelmäßig erhobenen Studie zum Nationalen Wohlstandsindex für Deutschland. Dabei wurden seit Juni 2012 insgesamt etwa 40.000 Menschen repräsentativ befragt, was jeder von ihnen persönlich mit Wohlstand verbindet und wie sie derzeit ihre eigene Wohlstandssituation einschätzen. In meiner Illustration (die auf dem iPad Pro entstand) stelle ich die Top 10 der im Fragebogen am häufigsten mit Zustimmung belegten Aussagen vor. Die Prozentzahlen geben an, wie groß der Anteil der Zustimmung heute sowie vor fünf Jahren war. So ist beispielsweise die Erfüllung von Reisewünschen mit 17 Prozentpunkten enorm in der Beurteilung des Wohlstandsverständnisses gestiegen.

Der beteiligte Zukunftsforscher Opaschowski sagt in seiner Analyse, dass der Wohlstand steige, das Gefühl der Bevölkerung, weiterhin gut leben zu können aber nicht im gleichen Maße. Und auch wenn sich fast die Hälfte aller in Deutschland lebenden als „besonders wohlhabend“ einschätzen, machen es Flüchtlingsströme, Europakrisen, Terroranschläge und rechte Strömungen doch vielen Menschen zunehmend schwer, ohne Zweifel an eine sichere und wohlhabende Zukunft zu glauben. Im Link unten findet ihr weitere interessante Informationen und Analysen zum nationalen Wohlstandsindex für Deutschland.

 

-von Renate-

 

Zur Wohlstandsindex Studie

Weekly Graphic Recording #27: The Art of Storytelling

Weekly Graphic Recording Art of Storytelling

Diese Woche gibt es ein Graphic Recording zum Thema Storytelling. Ich habe mir das Thema ausgesucht, weil ich einen Vortrag über Storytelling von einem Pixar-Künstler gesehen habe. Das Thema interessiert mich, weil es vielfältige Anwendungsmöglichkeiten bietet. Neben der offensichtlichsten, den narrativen Medien wie Literatur, Film und Theater, ist gutes Storytelling auch im Beruf nützlich. Mit der Fähigkeit, mitreissende Geschichten zu erzählen, den Betrachter mitfühlen zu lassen und in den Bann zu ziehen, kann man neue Ideen pitchen, Auftraggeber überzeugen oder eine gemeinsame Gesprächsbasis schaffen. Auch beim Erstellen unserer Graphic Recordings spielt Storytelling sicherlich eine große Rolle. Mit Bildern erzählt man Geschichten – und braucht dann gar nicht mehr allzu viele Worte. Inhalte, die in emotionale Geschichten verpackt sind, bleiben länger haften und diesen Effekt kann man durch visuelle Unterstützung weiter stärken.

In diesem Bild habe ich einige Tipps und Beispiele aus der Erinnerung an den Vortrag und anderen Quellen zusammengetragen und in einem Graphic Recording zusammengefasst.

– von Anna –

Weekly Graphic Recording #26: Skills for Healthy Romantic Relationships

Graphic Recording digital skills for healthy romantic Relationships

Die Psychologin Dr Joanne Davilla widmet sich in ihrem TEDxSBU-Vortrag, einem wichtigen Thema: Was wir brauchen, um gesunde romantische Beziehungen mit anderen Menschen zu führen. Wir erkennen diese gesunden Beziehungen meist schnell, wenn wir sie sehen, doch wir wissen eigentlich nicht wirklich, wie wir selbst das erreichen können, denn nirgendwo wird es uns beigebracht. Oft, so Joanne Davilla, beschäftigen sich Liebespaare erst in der Paartherapie oder in vorehelichen Beratungen eingehend mit den Fähigkeiten, die ihnen zu einer gesunden Beziehung verhelfen würden. Viel besser wäre es aber, die romantische Kompetenz schon vorab entwickelt zu haben und dadurch zum Beispiel auch zu erkennen, welcher Partner eigentlich zu einem passt und welcher einem nicht gut tut. Dieses wöchentliche Graphic Recording hat die drei im Vortrag aufgezählten Kernkompetenzen für euch zusammengefasst und visualisiert.

– von Renate –

Hier geht’s zum entsprechenden TED-Vortrag

Weekly Graphic Recording #25: Big Data Elefant

Big Data Illustration Designdoppel Visualisierung Daten Elefant

Das heutige Graphic Recording widmet sich dem Thema „Big Data“. Denn was beschäftigt eigentlich die Unternehmen von heute? Wenn Anna und ich für ein Graphic Recording unterwegs sind, begegnen uns einige Themen immer und immer wieder. Es geht um Digitalisierung und Vernetzung in der globalisierten Welt, um agiles und flexibles Wachstum und sehr häufig auch darum, wie mit der Masse an Daten umgegangen werden kann und sollte, die täglich gesammelt und weitergegeben wird. „Big Data“ ist der Fachbegriff für diese gigantischen Mengen an Daten, die sich aus allen Bereichen des Internets, des Mobilfunks, aus sozialen Netzwerken, Apps und Geräten, Mitgliedschaften, Kameraaufnahmen und vielem weiterem zusammentragen lassen. Ob wir es wollen oder nicht – wir hinterlassen fast überall, wo wir hingehen, einen Fußabdruck voller Informationen und Daten. Das kann uns nützen, da wir oft schneller die Informationen bekommen, die uns tatsächlich interessieren, aber das kann uns auch stören, wenn wir keinen Überblick über unser digitales Profil haben. Für die meisten Unternehmen, die Zugriff auf Big Data haben, stellt sich nun aber die Frage, wie sie diese Fülle überhaupt verarbeiten, auswerten und in letzter Instanz natürlich zu Geld umwandeln können. Datenmonetarisierung wäre da das Stichwort.

Ich möchte mich heute aber nicht der Beantwortung oder Bewertung dieser komplexen Fragestellung widmen, sondern lediglich den Begriff Big Data durch eine charmante Illustration visualisieren. Für mich liegt das Motiv des Elefanten tatsächlich recht nahe, da dieser Dickhäuter eines der massivsten Tiere unserer Erde ist und somit der Fülle der Daten einen angemessenen Körper geben kann. Zudem mag ich persönlich die ergänzende Idee, dass der Elefant durch seinen Rüssel all die kleinen Daten und Informationen (seien es binäre Codes aus Einsen und Nullen, Dokumente, Statistiken, Suchmaschinenanfragen, Emails oder die Anzahl an Facebook Likes) in seinen dicken Körper hineinsaugt und dort zur Big Data Masse zusammenbringt. Was dann daraus gemacht wird, ist ein anderes Thema – und somit eine andere Illustration.

 

– von Renate –

 

Weekly Graphic Recording #24: How to get better at the things you care about

Graphic Recording digital How to get better at the things you care about

Diese Woche habe ich ein Graphic Recoding zum Thema: „How to get better at the things you care about“ gezeichnet. Der Vortragende geht der Frage nach, warum wir in manchen Bereichen, in die wir sehr viel Zeit und Arbeit stecken, keine nennenswerten Fortschritte erzielen. Er erklärt dies mit zwei Zonen, der „Learning Zone“ und der „Performance Zone“. Viel zu oft stagnieren wir in der Performance Zone und wagen es nicht mehr, auch mal zu experimentieren und Fehler zu machen. Besser wäre es dann, sich wann immer möglich, in die Learning Zone zu begeben und gezielt die Bereiche zu trainieren, in denen wir noch Defizite aufweisen.

In meinem Graphic Recording habe ich mich für ein Insel-Thema entschieden um die beiden Zonen zu symbolisieren. Das Thema konnte in dann in vielen Einzelmotiven wieder aufgreifen, wie etwa der Hängematte zwischen Palmen, den Brücken zwischen den Inseln, die es ab und zu zu überqueren gilt oder auch dem Schwimmer, der keine Haiangriffe zu befürchten braucht. Anders als viele unserer Graphic Recordings habe ich dieses Mal auf leuchtende Signalfarben verzichtet und ein harmonisches Farbschema in gedeckten Farben ausgesucht.

– von Anna –

 

Zum TED-Talk

Frohe Ostern mit dem Weekly Graphic Recording #23

Graphic Recording digital Ostern Osterhase

In diesem Graphic Recording geht es – passend zur Jahreszeit – um die Herkunft des Osterhasen. Insbesondere in westlichen Ländern verbinden wir das Osterfest mit einem Hasen, der den Kindern die Ostereier bringt. In Thüringen brachte einst der Storch die Eier, in Böhmen war es der Hahn, in der Schweiz der Kuckuck und in Westfalen gar der Fuchs – doch durchgesetzt hat sich schließlich der Osterhase. Dabei geht dieser Brauchtum bis mindestens ins Mittelalter zurück. Seine eigentliche Herkunft bleibt dabei ungeklärt, obwohl sich viele Theorien und Mythen um den Osterhasen ranken – siehe Graphic Recording.

– von Anna –

 

Weekly Graphic Recording #22: Particularities of Tango Argentino

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Vielleicht erinnert ihr euch – Vor etwa einem Monat habe ich bereits ein Graphic Recording bzw. eine Infografik zum Thema Tango Argentino erstellt und möchte diese kleine Illustrationsserie hiermit fortsetzen. Mich fasziniert dieser Tanz weiterhin sehr, daher habe ich in der heutigen Grafik ein paar Besonderheiten des argentinischen Tangos visualisiert. Natürlich sind nicht all diese Details einzigartig im Tango, doch in ihrer Kombination charakteristisch. Spannend ist zum Beispiel der „Cabeceo“, die klassische Aufforderungsmethode im Tango. Dabei lassen derzeit wartende oder pausierende Tänzer ihre Blicke durch den Tanzsaal schweifen und versuchen die Person anzuschauen, mit der sie gern als nächstes tanzen möchten. Treffen sich die Blicke, macht klassischerweise der Herr durch eine dezente Nickbewegung mit dem Kopf eine Tanzaufforderung. Die Dame kann annehmen, indem sie den Blick erwidert und dezent nickt – oder ablehnen, indem sie ihren Blick abwendet und so tut, als hätte sie die Aufforderung nicht wahrgenommen. Auf diese Art und Weise können Tanzpartner eine Aufforderung ausschlagen, ohne den jeweils anderen durch offensichtliche Zurückweisung bloßzustellen oder zu verletzen. Denn der Cabezeo ist meist für Nichtbeteiligte kaum wahrnehmbar. Und wusstet ihr, dass der argentinische Tango 2009 zum Immateriellen Kulturerbe der UNESCO erklärt wurde? Ich bin begeistert.

-von Renate-

Weekly Graphic Recording #21: 7 Ways to Make Conversation with Anyone

Graphic Recording Digital 7 Ways to make conversation with anyon

Malavika Varadan ist eigentlich eine Radiomoderatorin, die tagtäglich eine Konversation mit Tausenden Zuhörern führt – allerdings eine sehr einseitige Konversation, bei der sie die Reaktionen der Gesprächspartner nicht mitbekommt und sich zumeist eigentlich allein in einem Raum aufhält. Wie schafft sie es trotzdem in diesen wenigen Minuten, die man ihr am Stück während des Programms zuhört, so mit uns zu sprechen, als wären sie keine Fremde? Als wäre sie unsere beste Freundin? Bei ihrem TED-Vortrag in Dubai gibt Malavika Varadan uns 7 Tipps mit auf den Weg, auf was man bei jedem Gespräch mit jedem beliebigen Menschen achten kann, um ein gemeinsames, verbindendes Erlebnis daraus zu machen. Da mir dieser Vortrag sehr gefallen hat, habe ich ihn visuell durch dieses Graphic Recording zusammengefasst. Und wie Malavika zu Abschluss ihrer TED-Rede sagt – Gespräche zu führen ist wie Bücher zu lesen. Die Welt ist eine riesige Bibliothek an spannenden, traurigen und faszinierenden Geschichten und jeder Mensch darin ist ein gutes Buch, in das es sich reinzuschnuppern lohnt!

-von Renate-

Zum 15-minütigen Vortrag von Malavika Varadan

Weekly Graphic Recording #20: Music and the Mind

 

Graphic Recording Music and the Mind

Diese Woche gibt es im Weekly Graphic Recording das Thema „Music and the Brain“. Der Neurowissenschaftler Aniruddh Patel erklärt, warum Rhythmus, Melodie, Tanz und Gesang interessante Themen für die Gehirnforschung sind – und warum die menschliche Musikalität weniger banal ist, als sie manchmal den Anschein erweckt. Wenn wir einen Rhythmus mitklatschen, falsch gespielte Noten heraushören oder unter der Dusche ein Lied summen, läuft im Gehirn ein wahres Feuerwerk an Synapsentätigkeit ab. Da beim Hören von Musik oder dem eigenen Musizieren so viele unterschiedliche Gehirnregionen beteiligt sind, lassen sich viele Beobachtungen und Phänomene auf andere Bereiche übertragen. In wiefern hängen Amusikalität und Aphasie – eine Sprachstörung – zusammen? Kann man die Grammatik einer Sprache mit der „Grammatik“ der Musik vergleichen? Gibt es im Tierreich Musikalität und wenn ja, zu welchem Grad?

-von Anna-

Hier geht’s zum Vortrag