Weekly Graphic Recording#45: How I’m Fighting Bias in Algorithms

How to fight Algorithmic Bias Weekly Graphic Recording

Diese Woche geht es um einen TED-Vortrag, von Joy Buolamwini, der sich mit dem Thema befasst, wie voreingenommen Algorithmen gegenüber Menschen sind, die nicht dem Durchschnittseuropäer entsprechen. Schon als Studentin fiel ihr auf, dass Gesichtserkennungssoftware Probleme damit hatte ihr Gesicht zu erkennen – sie musste erst eine weiße Maske aufsetzen, bevor sie mit dem Algorithmus arbeiten konnte. In ihrem spannenden Vortrag erläutert sie, warum Algorithmen derart selektiv wirken, wie daraus Diskriminierung entsteht und wie man diesem Phänomen, dem „Coded gaze“ , den Kampf ansagt.

 

– von Anna –

Weekly Graphic Recording #44: Open Blues Event Illustration

Graphic Recording Event Illustration Open Blues Dancing

Die heutige Illustration, die ich mit euch teilen möchte, ist eine etwas andere Art der Event Visualisierung: Statt sich mit inhaltlichen Themen zu beschäftigen, wie es ein normales Graphic Recording tut, versucht diese Illustration die Stimmung während einer mehrtägigen Veranstaltung aufzunehmen und einzelne Details der Ereignisse, der Menschen, der Lokalität und Gegenstände in komplexen Überlagerungen abzubilden. Sie zeichnet ein persönliches Erinnerungsbild und wird von den Teilnehmern gern weiterverwendet.

In diesem Falle zeigt die Illustration meine Erlebnisse auf der mehrtägigen Veranstaltung „Open Blues“, die in einem wunderschönen, alten, restaurierten Herrenhaus in Piotrowice Nyskie, einem polnischen Ort in der Nähe von Breslau, stattfand. Etwa 60 internationale Teilnehmer teilten in Workshops ihre Kenntnisse und Erfahrungen zum Blues-Tanz miteinander und tanzten abends zu großartigen Live-Musikern. Ein schöner Anlass, um die einzigartigen Erinnerungen für alle Teilnehmer festzuhalten.

– von Renate –

Weekly Graphic Recording #43: Think Graphic


Think Graphic, Graphic Recording

Diese Woche gibt es ein etwa einstündiges live-Recording zu einem Votrag von Stefan Kiefer: Think Graphic, der als Keynote-Speaker beim Graphic Recorder Branchentreff aufgetreten ist. In seinem Vortrag erklärt der ehemalige Spiegel Titel-Chef, worauf es beim Erstellen von Titelcovern ankommt, damit sie eine möglichst große Leserschaft anziehen.

– von Anna –

Weekly Graphic Recording #42: The Design Thinking Process

Design thinking process Illustration Designdoppel Visualisierung

Für das heutige wöchentliche Graphic Recording habe ich eine Methodik illustriert, die allgemein hin als Design Thinking beschrieben wird. Design Thinking  bezeichnet einen Ansatz, bei dem Menschen unterschiedlicher Disziplinen zusammenkommen und gemeinsam kreativ miteinander arbeiten, um ein (quasi beliebiges) Problem zu lösen.  Meine Illustration zeigt eine verbreitete Auffassung verschiedener Phasen des Design Thinking Prozesses: Zunächst muss man sich mit der Zielgruppe auseinander setzen, diese und ihr Problem beobachten und verstehen (EMPATHIZE), anschließend die Problematik auf den Punkt bringen (DEFINE) und in einem weit gestreuten, kreativen Brainstorming verschiedeneste Lösungsansätze entwickeln (IDEATE). Entsprechend dieser Ideen werden Prototypen erstellt (PROTOTYPE) und im Problemumfeld getestet (TEST). Während der Tests ist es wichtig, sich Feedback der Zielgruppe einzuholen (EMPATHIZE) und kann dann den Kreis je nach Bedarf beliebig oft erneut durchlaufen. Dabei ist der Prozess nicht steif und rein linear zu verstehen, sondern lässt auch Iterationen und Umwege außerhalb der klassischen Linie gerne zu. Design Thinking begegnet uns in unserem Graphic Recording Alltag in verschiedensten interdisziplinären Workshops immer wieder.

– von Renate –

Weekly Graphic Recording #41: Die Value Chain/ Wertschöpfungskette

 Graphic Recording digital Wertschöpfungskette Value Chain

Die Wertschöpfungskette oder auch Value Chain ist Thema dieser Illustration im Graphic Recording Stil. Hier wird verbildlicht, welche Schritte vor und nach dem Kauf eines Produktes ablaufen. Mit der Entwicklung des Produkts durch Ingenieure und Designer über den Einkauf von Rohstoffen zur eigentlichen Produktion sind bereits wichtige Schritte getan. Es folgt das Marketing, das im Idealfall zum Kauf führt. Doch auch nach dem Kauf muss der Kunde weiter betreut werden und kann einen gewissen Service erwarten. Natürlich kann die Value Chain je nach Produkt oder Unternehmen ganz anders aussehen. In einem agilen IT-Startup mögen andere Faktoren von Bedeutung sein, als bei einem traditionellen Lebensmittelkonzern. Auch im Detailgrad unterscheiden sich die Wertschöpfungsketten. So kann die Produktion natürlich noch feinschrittiger in kleinere Prozesse untergliedert werden. Oder man berücksichtigt den vollständigen Lebenszyklus des Produkts und bezieht Faktoren wie Abfall/Recycling mit ein.

Häufig ist die Wertschöpfungskette eine gute Basis, um sich der Abläufe im Produktionsprozess bewusster zu werden und ein Gerüst zu haben, an dem man sich bei der Planung eines Unternehmens entlang hangeln zu können. Häufig habe ich die Value Chain in unterschiedlichsten Ausprägungen schon bei Graphic Recordings illustriert – daher wollte ich sie einmal für unseren Blog aufbereiten. Ähnlich zu meiner Illustration über den Customer Journey, habe ich ein Farbschema in knalligen Regenbogenfarben gewählt.

– von Anna –

 

Weekly Graphic Recording #40: Hamburg ist die lebenswerteste Stadt Deutschlands

Hamburg Illustration Designdoppel Visualisierung lebenswerteste

Meine Graphic Recording Illustration dieser Woche bezieht sich wieder auf ein aktuelles Thema. Gestern habe ich als Hamburgerin mich nämlich über diese Nachricht besonders gefreut: Hamburg wurde zum zweiten Jahr in Folge unter die Top Ten der lebenswertesten Metropolen der Welt gewählt! Zwar „nur“ auf dem zehnten Platz, dennoch ist es damit als einzige deutsche Stadt in der obersten Riege des „Global Liveability Reports 2017“ im britischen Magazin „The Economist“ aufgezählt. Die Studie prüft jedes Jahr 140 Weltstädte und gibt in verschiedenen Kategorien Punkte. Besonders wichtig für den Lebenswert in einer Stadt sind Merkmale wie das Gesundsheitswesen, die gesellschaftliche Stabilität, Kultur und kulturelle Vilefalt, Umwelt und Naturschutz, Bildung und die lokale Infrastruktur. Auch Kriminalitätsraten und Korruption werden bewertet. Zudem die Gefahr von Terroranschlägen – dieser Wert ist leider in allen europäischen Städten gestiegen. Und überhaupt fällt auf, dass unter den Top Ten der lebenswertesten Städte der Welt nur sehr wenige europäische Städte auftauchen. Neben Hamburg haben es nur Wien (Platz 2) und Helsinki (Platz 9) in die Liste geschafft. Die restlichen Plätze belegen 3 Städte in Kanada (Vancouver, Toronto und Calgary), Melbourne (Platz 1), Adelaide und Perth in Australien sowie Auckland (8) in Neuseeland.

Wie dem aber auch sei, ich freue mich über dieses positive Bild, das mit meiner Heimatstadt assoziiert wird und habe die einzelnen Faktoren mit großer Freude in dieser Graphic Recording Illustration zusammengetragen. Ja, hier in Hamburg lässt es sich tatsächlich wunderbar leben.

– von Renate –

Weekly Graphic Recording #39: The Art of Snails and Snails in Art

The Art of Snails and Snails in Art

 

Diese Woche gibt es ein etwas ungewöhnlicheres Thema: Schnecken! In seinem Vortrag geht der Malakologe (Weichtierforscher) Steve Jones vielen Fragen über die unbeliebten Kriechtiere auf den Grund. Warum sind Schnecken häufig Thema in der Kunst? Gerade in der mittelalterlichen Malerei findet man unzählige Darstellungen von Menschen, die gegen Schnecken kämpfen. Aber auch in der Architektur oder sogar ganz modernen Gemälden trifft man auf das Thema Schnecke. Oft wurden sie als Symbole für Sex, Tod, das Altern oder sogar Jungfräulichkeit und Reinheit gelesen. Auch in der Genetik sind Schnecken durchaus interessante Forschungsobjekte. Mit Hilfe ihrer großen Varianz in Farbe, Muster und Form, versucht man herauszufinden, warum sich welche genetischen Merkmale weitervererben. Dabei stellt man fest, dass die Außentemperatur großen Einfluss auf die Farbe ihrer Schneckenhäuser hat. Schnecken haben zudem ein ungewöhnliches Sexualverhalten. Als Hermaphroditen kann jede Schnecke prinzipiell den männlichen oder weiblichen Part einnehmen. In der Praxis möchte jede Schnecke aber lieber sich fortpflanzen ohne allzu viel Energie zu investieren – und damit also Männchen sein. Und das versuchen sie mit allerhand Tricks zu erreichen. Das Injizieren von Fruchtbarkeitshormonen in den Sexualpartner und wenn das nicht ausreicht, wird kurzerhand der Partner kastriert. Geradezu skrupellos, diese Schnecken. Und ziemlich interessante Kreaturen, finde ich, zumindest nachdem ich diesen Vortrag gesehen und mitgezeichnet habe.

– von Anna –

Hier findet ihr den Vortrag:

Weekly Graphic Recording #38: Digitalisierung und Grundeinkommen

Graphic Recording Digital Precht Digitalisierung und Grundeinkom

Heute habe ich mir für das wöchentliche Graphic Recording ein Gespräch aus der Reihe „Im Dialog“ auf dem Sender phoenix ausgesucht, bei dem prominente Gäste den Moderatoren zu aktuellen Fragen Rede und Antwort stehen. Moderator Michael Hirz spricht in dieser Folge vom 18.05.2017 mit dem Bestseller-Autoren und Philosophen Richard David Precht über die Digitalisierung, wie sie die Gesellschaft drastisch verändert und wie die Politik damit umgeht und umgehen sollte. Für meine Graphic Recording Illustration auf dem iPad Pro habe ich bewusst die parteipolitischen Aussagen, die mit dem aktuellen Wahlkampf zusammenhängen, ausgeklammert und mich auf die grundgesellschaftlichen Fragen fokussiert. Dabei beschreibt Richard David Precht die Digitalisierung als vierte industrielle Revolution, welche die Gesellschaft komplett auf den Kopf stellt. Es wird zukünftig nicht mehr genug Arbeit für alle Menschen geben, da Maschinen immer mehr Aufgaben übernehmen können. Statt wie bei den vorherigen industriellen Revolutionen, bei denen mehr Arbeitsplätze durch Markterweiterung und Ressorcenerschließung geschaffen wurden, macht die Digitalisierung die Märkte effizienter und verringert die Arbeitsplatzzahl. Statt dies aber als Angstszenario zu begreifen, sollten wir laut Precht ein neues Verhältnis zur Arbeit entwickeln. Wenn die Gesellschaft es schafft, sich dem veränderten Markt richtig anzupassen, hat sie die Chance auf eine bessere Zukunft, in der Menschen für mehr Geld weniger arbeiten und damit genug Zeit für ihre eigenen Ziele bekommen. Das Thema Grundeinkommen spielt hier natürlich mit hinein. Und wer weiß, vielleicht messen wir dann die Menschen nicht mehr nur noch nach ihrer Arbeitsleistung, sondern finden neue Maßstäbe, die zudem weniger Menschen als abgehängt zurücklässt. Mein Graphic Recording ist während des Hörens des Gesprächs simultan entstanden und bildet wie gesagt nur Teile ab. Ich empfehle für jeden Interessierten, das 28-minütige Video anzuschauen, es lohnt sich!

Hier geht’s zum Dialog mit Richard David Precht

– von Renate –

Weekly Graphic Recording #37: The first 20 hours

Graphic Recording digital Josh Kaufmann 20 hours learning

Eine neue Fähigkeit in 20 Stunden erlernen. Klingt reißerisch? Schlicht unmöglich? Josh Kaufmann räumt in seinem TED-Talk mit einigen Annahmen auf, die wir über das Lernen zu wissen glauben. Die 10.000 Stunden Regel beispielsweise. Sie besagt, dass wir, um eine Sache zu beherrschen, 10.000 Stunden ins Üben und Wiederholen investieren müssen. Das sind einige Jahre Vollzeit. Kaum ein erwachsener Mensch mit Job, Partner und Familie kann so viel Zeit investieren. Aber laut Kaufmann müssen wir das auch gar nicht. 20 Stunden reichen aus, um uns voranzubringen und eine neue Fähigkeit erlernen zu lassen, die uns Freude macht. Natürlich wird man in 20 Stunden nicht der nächste Mozart – aber es reicht, um einfache Liedbegleitung oder das eigene Lieblingslied auf dem Klavier vortragen zu können. Deshalb sollten wir uns nicht von den 10.000 unerreichbaren Stunden einschüchtern lassen, sondern die eigenen Bedenken und Ausreden einmal beiseite schaffen und dann das nächste Herzensprojekt angehen.

– von Anna –

Hier ist der TED-Talk von Josh Kaufmann:

 

 

Weekly Graphic Recording #36: How to Find a Wonderful Idea

Graphic Recording digital idea illustration TED OK Go Sketchnote

Diese Woche habe ich mich für mein digitales Graphic Recording mit Kreativtechniken beschäftigt und wie so häufig einen interessanten Vortrag auf TED gefunden. In diesem Vortrag spricht diesmal kein typischer Redner, sondern die Musikband OK Go zum Publikum. Warum? Die amerikanische Rockband OK Go wurde vor allem durch ihre kreativen Musikvideos bekannt, in denen die Bandmitglieder zum Beispiel bei Schwerelosigkeit mit bunten Bällen in einem Raum herumspringen, auf Laufbändern choreografierte Tänze in Plansequenzen zeigen oder mit komplexen Abfolgen von Rube-Goldberg-Maschinen (ebenfalls als One-Shot) arbeiten. Die Musikvideos von OK Go haben immer wieder neue, kreative Ideen und ruhen sich nicht auf bekannten Mustern aus. Die Band wird oft gefragt, wie sie auf diese Ideen kommen und kommentieren dazu gerne, dass sie gar nicht über die Ideen nachgedacht hätten, sie hätten sie einfach gefunden. In ihrem Vortrag, den ich hier illustriert habe, erklären sie es wie folgt: Der gewöhnliche Prozess der Ideenfindung läuft in der Regel so ab, dass man eine Idee hat und dazu einen Plan entwickelt. Dann doppelcheckt man die Idee, ändert den Plan und geht so ein paar Mal hin und her. Erst der ausführlich ausgearbeitete, sichere Plan wird dann umgesetzt, ohne aber jemals den einzelnen Ideen spielerisch begegnet zu sein. Man sollte sich nicht nur auf die sicheren Ideen und Pläne verlassen, sondern frei und offen experimentieren, Quatsch und Chaos unbedingt zulassen. Dann stößt man in den meisten Fällen auf überraschende UND überraschend vertrauenswürdige Ideen! Das können auch wir vom Designdoppel übrigens nur empfehlen!

– von Renate –

Hier geht’s zum TED-Video von OK Go 

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